Wie man Gedichte schreibt / schreiben sollte
Nach ein paar Monaten in Schweden (und ohne Internet) bin ich wieder in Deutschland und, siehe da, im Internet. Und bin beim Aufschlagen der Website japadu überrascht, wie lebendig es dort ist. (Mein Respekt an Ikarus. Er schreibt, liest aber auch die Texte anderer Autoren und gibt seine Meinung kund. Das ist beispielhaft.) japadu lebt also, na großartig.
Neugierig auf Neues, habe ich einige Gedichte gelesen, wieder einmal sind es Stimmungen, Gefühle, oft gut getroffen, und doch enttäuscht es mich.
Und so auch bei Gedichten: Warum schreibt der Autor dieses Gedicht?
In diesem japadu-Falle: Warum wurden diese Gedichte geschrieben? Aus Spaß? Der Unterhaltung wegen?
Wobei der eigene Spaß, die eigene Unterhaltung gemeint ist.
Nichts dagegen einzuwenden.
Aber hier wurde das Gedicht auch veröffentlich. Also geht es um mehr, man will die Aufmerksamkeit des Lesers, man verspricht, ihm etwas geben.
Und der Leser wiederum stellt sich folgende Fragen, bewusst oder unbewusst: Lohnt sich das Lesen? Gibt mir der Text Nahrung für meinen Lesehunger? Ist der Inhalt so interessant, dass ich darüber nachdenken muss? Wird hier gar neues gesagt?
In der Hoffnung, dass dies so ist, beginnt er zu lesen.
Man sollte ihn nicht enttäuschen.
Also gut. Ich bin enttäuscht. Die bloße Schilderung einer Stimmungs- oder Gefühlslage hat mich nicht zufrieden gestellt, das alles langweilt mich. (Selbst wenn die Schilderung gelungen ist).
Ich glaube, es war in einem Brief Puschkins an Gogol, als er schilderte, wie bei ihm ein Gedicht entsteht: Ein Gedanken muss da sein, zu allererst.
Erstaunlich, nicht mal? Ist er doch ein Romantiker, der Puschkin. Ein gefühlsvoller Lyriker. Und er fordert einen Gedanken beim Gedicht.
Ich versuche das zu verstehen. Natürlich ist auch ein Gefühl da. Wahrscheinlich kommt der Gedanke aus dem Gefühl. Oder mit dem Gefühl. Oder durch das Gefühl.
Wie, um Himmels willen, soll das gehen?
Ich glaube, der Gedanke entsteht, indem man in diesem Augenblick sich selbst zurücknimmt und dennoch mit seinem ganzen Ich bei der Sache bleibt. Man lässt sich von der Sache (was immer sie ist) nicht überwältigen, man kostet es aus, jedenfalls hält man sie hält es im Griff. So kann man darüber zum Nachdenken und zu Gedanken kommen.
Ein Beispiel: Einsamkeit. Man fühlt sich allein, einsam, jetzt könnte man loslegen und darüber reden. Das wäre, als wäre man verzückt und berauscht von seinem Gefühl. Anders Puschkin. Er würde jetzt seine Einsamkeit betrachten, so schmerzlich sie ist, und diese schließlich durch einen Gedanken – seinen persönlichen Gedanken – einen Ausdruck geben. Wobei der Gedanke dann in Bildern, Reimen, Sprachmelodie ausgeformt wird. Er würde dann eine Einsamkeit schildern, die der Leser bis ins Innerste versteht. Es ist ein Begreifen über den Kopf ins Herz hinein.
Das ist die geistige Arbeit vor dem Schreiben.
Damit ist nicht gesagt, dass ein spontanes Schreiben falsch wäre. Was spontan hingeschrieben ist, kann durchaus nützlich sein, um auf einen Gedanken zu kommen. Also den Text erst einmal liegen lassen und darüber nachsinnen, was da in den Zeilen steht. Dabei kann sich ein origineller Gedanke entwickeln, jetzt weiß man die Richtung für den Fluss der Wörter und das Gedicht entsteht.
So gleichen Gedichte den Pflanzen: aus einem Kern entfaltet sich die Pflanze, sie wächst, blüht, trägt Früchte.
Na schön. Ein bisschen viel Poesie. Aber vielleicht macht das Bild die Sache verständlicher.
Ein Gedicht braucht jedenfalls seine Zeit, und die kann lang sein. (Geniale Autoren ausgenommen).
Übrigens: Marcel Reich-Ranicki meinte einmal: Wer schreibt, provoziert. (Das galt natürlich den Autoren, die auch veröffentlichen).
Das ist nicht negativ gemeint, sondern bejahend. Denn auch die Provokation kann ein Sinn des Schreibens sein. Wenn das geschieht (der Leser einen „Anstoß“ bekommt), ist es schon ein Erfolg, egal, wie die Kritik des Lesers ausfällt.
In dieser Hinsicht hoffe ich, dass meine Zeilen bei dem einen oder anderen „anstößig“ werden.
Das betrifft auch das Gedicht, das ich gleich in japadu veröffentlichen werde.
Tut mir leid, japadu blockiert und nimmt mein Gedicht nicht an.





Schreib- und Bilderwettbewerb überregional
In den Sommermonaten ist es nicht einfach an´s nächste Weihnachten zu denken.Vielleicht hat trotzdem jemand Lust mitzumachen:
Schreib- und Bilderwettbewerb 2010
ACHTUNG!!!:
Wir suchen die schönsten eigenen Geschichten, Gedichte, Erlebnisse, Bilder, Fotos, etc.
ZUM THEMA:
„Hohoho, Christkind, Engel und Co.“
WER DARF MITMACHEN ?!:
Jeder zwischen 6 und 99 Jahre ;)
EINSENDESCHLUSS: 6. September 2010 !!!
Text/ Bild/ Foto : bitte an vorlesepatinnen@web.de
WICHTIG: Adresse angeben !
DIE BESTEN EINSENDUNGEN WERDEN IN EINEM BUCH GEDRUCKT !!!
Bei weiteren Fragen: vorlesepatinnen@web.de
Die Vorlesepatinnen aus Beilngries/Bayern
Inge Escher und Patricia Brigl





Hallo zusammen!
Also das muss ich dann doch mal los werden: Ich war heute einkaufen, im Kaufcenter um die Ecke, wo es sogar einen Mediamarkt gibt. Aber da war ich nicht, ich musste nur Lebensmittel einkaufen. Es war ca. 19 Uhr 15 und schon zum dritten mal hörte man über Lautsprecher: "Der Markt schließt heute leider schon um 20 Uhr, wegen dem neuen hessischen Ladenschlussgesetz - wir bitten um Verständnis." Neues Ladenschlussgesetz? , dachte ich, für was soll das denn gut sein? Stört es vielleicht die Heiligkeit der Osterfeier oder so was? An der Kasse fragte ich die Kassiererin, aber sie hatte keine Ahnung was der Grund war und sah mich verwundert an, dass jemand überhaupt so eine Frage stellt. An der Bäckereitheke kaufte ich noch Brötchen und zwei Croisants und fragte auch hier nach dem Grund. "Finden Sie das etwa nicht gut?", bekam ich als Antwort. Und schließlich noch in einem Nachsatz: "Es war ja heute schon genug Zeit zum Einkaufen." Nein, nein, wollte ich antworten, ich will Ihnen den früheren Feierabend doch nicht streitig machen, ich will nur wissen...
Ach lass doch, dachte ich, wie mich die Frau so böse ansah - bezahlte und suchte uninformiert das Weite. Im Getränkeshop riskierte ich die Frage nochmal: "Keine Ahnung", gab der Mann als Antwort, "da müssen Sie die Politiker fragen." Außerdem ist mir das scheißegal, Hauptsache ich komm hier früher raus - das sagte er nicht, das war lediglich von seinem Gesicht abzulesen. Hm, dachte ich, als ich meine gefüllte Einkaufstasche nebst Wasserkasten nach Hause trug. Ist es so nicht meistens im Leben: Irgendwelche Entscheidungsträger beschliessen etwas und das Volk pariert, ohne die Sache zu hinterfragen. War das nicht früher so, im Mittelalter, in der Obrigkeitsstaaterei? Hat man da nicht alles kommentarlos übernommen und danach gehandelt. Ja, aber es ist heute noch immer so. Das Volk lässt für sich denken - weil es selbst anscheinend nicht in der Lage oder zu faul dazu ist. Vielleicht übertreibe ich ein wenig, aber es erinnerte mich an "Schafe". Der Schäfer pfeift, die Hunde bellen und die Schafe laufen in die gewünschte Richtung. Määähhhh...!
Danke fürs Lesen, Ikarus





Hallo!
Laut Community sind über 160 Autoren hier bei Japadu gemeldet. Was mich interessieren würde: Wer von denen ist eigentlich wirklich da? Könnte vielleicht jeder mal, hier in diesem Blog, was hinterlassen - damit man sich ein Bild machen kann. Vielleicht mit einer kurzen Begründung: Ich bin (noch)hier, weil... Bin gespannt, ob es Antworten gibt. (ehrliche Neugierde treibt mich um) HGruß, Ikarus





Die "Toten Hosen" wollen ein Konzert geben; exclusiv für Japadu. Freier Eintritt; bei vollständiger Anwesenheit der Autoren.
Gruß, Ikarus





Was soll das Jahr 2010 bringen; ich meine das in literarischer Hinsicht.
Wer Pläne hat, was er in diesem Jahr so alles auf die Beine zu stellen gedenkt, kann uns das ja mitteilen. An was arbeitet ihr, was bewegt euch, wie wollt ihr es umsetzen? Ich schreibe an einem Roman, an dem ich schon lange rumdoktere. Viel zu lange, meinte jüngst eine Bekannte von mir; und das ich ihn doch den "Roman, der niemals fertig wird" nennen soll. (grins...)
HGruß, Ikarus





Und jetzt bitte, von den übrigen 156 Autoren, jeweils eine kurze Bemerkung zu dieser Überschrift. Warnung: Wer nicht mitmacht, wird gelöscht! (stimmt nicht - aber es wäre schön, wenn jeder mitmachen würde)
Gruß, Ikarus





überlege ich, ob es dieses forum 2010 noch geben wird. was meint ihr dazu?
freue mich über jeden kommentar.
gruß, ikarus





Vrohe Wein-nachten erst mal...
Jo, ich rufe das mal in die Wüste hinein. Vielleicht schreckt es ja ein paar Spinnen, Eidechsen und Skorpione auf; im besten Fall sogar ein paar Autoren.
Im diesem Sinne...
Vrohes Vest, Ikarus





Die Sache mit den Dienstleistungsverlagen
Hallo,
ihr achso nicht allzu oft nicht allzu zahlreich erscheinenden Japadu-User.
Da es hier sehr still geworden ist in den letzten Monaten, sich genau genommen bis auf wenige, noch zählbare Werke, die von fleißigen Händen eingeippt wurden, nicht viel verändert hat, finde ich es ratsam, einen neuen Blog zu erstellen, in dem Mal darüber diskutiert werden kann, was ihr bisher für Erfahrungen mit Verlagen gemacht habt. Das ist ein Thema, das eigentlich jeden Schreiberling etwas angeht. Besonders besprechenswert finde ich die im Netz zu Hauf auftauchenden und ziemlich enervierenden sog. Dienstleistungsverlage, oder auch Druckkostenzuschussverlage.
Da ích - mehr oder minder durch Unachtsamkeit und Übermut - auch an einen solchen Pseudo-Verlag geraten bin, würde mich einmal interessieren, was ihr User so für Erfahrungen mit Verlagen gemacht habt, bzw. generelle Ratschläge zum Thema Verlage...





hallo!
japadu, allen unkenrufen zum trotz, ist noch am leben. man watet knietief im wüstensand, die sonne brennt heiß, man trifft kaum jemanden - aber hin und wieder bewegt sich doch etwas. also: weiter auf dem kamel sitzen bleiben, der karawanenstrasse folgen und irgendwann auf eine oase stossen...
gruß, ikarus





es ist so still geworden, kommt die friedhofsruhe zurück?
wer etwas dazu sagen will, soll!





Hey Leute, was haltet ihr davon, wenn wir uns nach nunmehr knapp zwei Dutzend Kommentaren - in denen Grundzüge der Musik ebenso besprochen wurden wie Ausflüge in epochale Meisterwerke und deren "prosaische Komposition", begleitet von einen blumig in der Luft wabernden Odontoglossum-Duft - neuen literarischen Gefilden hingeben? Da wäre doch ein neuer Blog - idealerweise mit dem Titelthema ´Ein neuer Blog`- geradezu prädestiniert dazu.
Ich schlage mal ein Thema vor: Eure Literaturpräferenzen. Also z.B. eure Vorliebe bei Gedichten, Themen, Formen, Rhythmen. Ob ihr eher kriminelle Kurzgeschichten bevorzugt oder klassische Effi-Briest-Romane(ich persönlich - tut mir leid, sollte ich da einigen Literaturarchaen ins Nest treten - HASSE dieses Buch!)Welches Buch ihr zuletzt gelesen habt (jetzt runzelt bitte nicht die Stirn und verweist mich kommentatorisch auf die Rubrik "Empfehlen") oder welches ihr überhaupt nicht empfehlen würdet. Was ihr an guten Büchern schätzt - oder was generell ein "gutes Buch" für euch ausmacht...
Ich glaube, es gibt viele Themen, über die man sich zwecks Erfahrungsaustausch - und darauf kommt es ja letztlich an - hier unterhalten könnte.
Also - worauf warten wir?





Ich frage mich ernsthaft, warum ihr hier alle diese "Weichspüler-Nummer" abzieht. Auf gut Deutsch: was sollen das für Kritiken sein? Ok, keine Frage so etwas liest man gern. Aber bringt euch das wirklich weiter?
Zugegeben, es ist eine ganz nette Idee seine literarischen Abflussreiniger dem vermeintlichen Millionenpublikum im Internet vorzulegen und schon während des Uploads vom großen Erfolg zu träumen.
...
Ich frage mich ob ihr aus Angst vor ernsthafter Kritik selbst auch keine kritischen Worte von euch geben wollt. Fakt ist: ernsthafte (begründete) Kritik kann sehr verletzend sein. Jeder, der selbst schreibt, weiß wovon ich spreche.
Da ihr alle doch eigentlich hier seid um etwas zu lernen, solltet ihr vielleicht so langsam damit beginnen in den Schleudergang zu schalten und ganz konkret störende und/oder zu verbessernde Parameter AM TEXT aufzuzeigen!!!
Ein Aufruf an alle, die sich vom schreiben mehr erhoffen, als nur im Internet zu Quaksalbern: ließt Frey! (Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 2, etc.)





Ein kleiner Ausflug in die Gedanken eines temporär-unzufriedenen Autor
Also. Da ich hier ja bis auf einige wenige aktive Schreiberlinge scheinbar ein Ein-Mann-Spiel spiele, wird sich sicher auch keiner daran stören, wenn ich jetzt meine unlauteren Gedanken einmal hier im Blog poste - dafür ist dieser Blog auch schließlich da.
Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass ich nicht viel Zunkunft für diese Plattform sehe, wenn sich nicht bald etwas ändert. Es ist ja nicht so, dass hier keiner angemeldet ist, also sprich, dass keiner bei Japadu registriert ist. Aber es scheint fast nie jemand online zu sein. Und, wenn ich das richtig gesehen habe, ist die Differenz zwischen Autor und Leser erheblich. Es sind schon arg wenige Autoren angemeldet, die ihre Werke ausgestellt haben - aber noch weniger, die sich überhaupt mal mit den Werken anderer auseinandersetzen.
Ich verlange ja nun nicht, dass jeder jedes Werk kommentiert. Aber es sollte mehr Leben Einkehr finden. Ich finde, der Wettbewerb sollte wieder eine Chance bekommen. Vielleicht diesmal in einer anderen Form. Mit anderen Regeln. Und anderen Bedingungen. Aber vielleicht wäre dieser Wettbewerb wieder ein Ansporn für Leser und Schreiber, wieder einzusteigen... Ich kann es nur hoffen...





Also. Ich bin nun schon ein paar Wochen bei japadu 1.1, dem Update, dem Nachfolger, der Plattform, die theoretisch Autoren jeden Alters eine Basis, eine Grundlage für Unterhaltungen und Austausch bezüglich der Schriftstellerei bieten sollte.
Aber irgendwie passiert hier nichts.
Ich sehe keine angeregten Gespräche, ich sehe keine Kommentare - verdammt, ich sehe hier überhaupt kein Leben. Wo ist das bunte Treiben, das Tanzen der Buchstaben auf Pixeln? Wo sind die Gedanken, die wild über die Seiten huschen, von den Augen atemlos verfolgt, während die Finger unruhig pulsierend die Tasten schlagen? Ich habe seit meiner Anmeldung nunmehr - soweit mich meine Erinnerung nicht trügt - 36 Gedichte eingestellt, hoffend, mal adäquater Kritik gegenüber zu stehen, mich mit Leuten auszutauschen, meine Gedanken zu analysieren... oder einfach nur über das Schreiben an sich plaudern, über dieses wahnsinnig... paralysierende Gefühl, wenn Worte durch die Fingerknochen schießen...
Ich wäre echt angetan, wenn ich mich mal mit irgendjemandem auf dieser gottverdammt unsteten Plattform hier austauschen könnte.
Insofern liebe Grüße an alle da draußen, die meinen Ruf nach Veränderung erhören ^^





jo, also da kurbelt nun die regierung die wirtschaft an, in dem sie die autoindustrie nicht untergehen lässt. deutschland ist ja bekanntlich "export-weltmeister" - und wenn dieser export einbricht, wegen der finanzkrise - dann ist aus damit. also bekommt man jetzt 2500 euro vom staat, wenn man seine alte karre verschrottet. und überall sind die zuständigen leute bereits längst überlastet, weil nichts richtig organisiert worden ist. zuviele anträge und zu lange wartezeiten, bis man sein neues auto tatsächlich in besitz nehmen kann. und die schrotthändler wissen auch nicht mehr wohin, mit all den abzuwrackenden kisten. teilweise sind diese fahrbaren untersätze sogar noch ganz gut in schuß, und würden bei einem verkauf weit mehr bringen, als die 2500. aber nein, der staat gibt uns was, also holen wir es uns (koste es, was es wolle). und dann noch die andere sache: der staat bezahlt die prämie, aber wer ist denn der staat? sind das nicht wir? zahlen wir uns also selbst eine prämie und müssen sie dann über steuern und abgaben wieder zurückzahlen? und wem nützt das ganze? der autoindustrie wohl nur kurzfristig - bis das budget von 5 milliarden, das der staat spendiert, aufgebraucht ist.
es steckt etwas anderes dahinter: die kommenden wahlen und der unbedingte wille der kanzlerin ... ja, leute, ihr merkt schon, auf was ich raus will. wir zahlen uns selbst eine prämie, unterstützen kurzfristig die sterbende autoindustrie, und wählen dann die merkel; weil sie uns allen und der wirtschaft einen riesen gefallen getan hat. hurra! wäre noch anzumerken: das "dumme volk" ist nicht etwas, was es früher einmal gab, es feiert gerade wieder fröhliche urstände. und auch heute ist, wie die angelegenheit deutlich zeigt, kein kraut dagegen gewachsen.





in europa, da erzählte der gute barack was von atomarer abrüstung. während alle welt in wirklichkeit wissen und sehen wollte, was michelle obama an diesem tag für klamotten an hat. und ob sie darin schöner aussieht als die carla vom sarkozy. jo, wenn frauen die welt regieren würden, würde es gleich gar keine atomwaffen geben. dann gäbe es vermutlich nur mode und schönheit und viele spiegel und kameras und fotos natürlich auch. und der barack erzählt derweil immer noch von der abrüstung, dass man die atom-eier nun endlich verschrotten müsse, es sei an der zeit und so... und die welt findet mittlerweile, oder ist es nur europa?, dass seine frau michelle nun doch die schönere sei. schöner als carla bruni, die bisher als die schönste staatsoberhaupts-gattin gehandelt wurde. aber das gilt wohl nur für den augenblick und kann sich auch wieder ändern. der wettbewerb íst auf jeden fall eröffnet und die presse in lauerstellung. und wir kleinen leute können uns ein bißchen daran erfreuen und von unseren problemen ablenken; dinge wie atombomben, finanzkrise und klimaveränderung für eine weile einfach vergessen.





Sicher, zuerst über sich selbst und das eigene Leben, bis man ernüchtert feststellt: viel Neues ist da nicht zu sagen. (Besonders wenn man jung ist). Die Generation unserer Eltern und Großeltern haben viel erlebt, entsprechend prall sind die Romane und Geschichten dieser Generationen. Was erlebt man heute? Wird einem das Erlebnis nicht serviert (Event), so dass man Leben nur noch konsumiert? Nach der Lektüre der Popliteratur habe ich den Eindruck, dass man tatsächlich das Leben heute nur noch konsumiert
Dagegen sollte sich ein Autor wehren, auch mit dem eigenen Leben. Wahrscheinlich wird er dann zum Außenseiter, jedenfalls einer, der gegen den Strom schwimmt.
Aber ich schweife ab. Ich denke, wenn es wenig über das eigene Leben zu berichten gibt, muss man sich sein Thema suchen. Und davon gibt es eine Menge. Der Klimawandel, die Weltwirtschaft, die Religionen und Sekten, die Zulauf bekommen, die revolutionäre Technik - vom Cyberspace über Roboter bis zur Weltraumfahrt - , die Genetik, die Medizin, die Nanotechnik, usw... - es rumort allerorten. Die Welt ist im Umbruch, und wer genau hinsieht, sieht auch das Menschenbild im Wandel.
Um darüber zu schreiben, muss man vorher viel lesen. Aber es lohnt sich. Auf einmal packt dich ein Thema - und du schreibst. Nicht mehr nur zur Unterhaltung, zum Spaß. Du musst einfach schreiben, du hast eigene Gedanken, du entdeckst eigene Ängste und eigene Träume, die kein anderer hat.
Und das, davon bin ich überzeugt, lesen auch die Leser lieber als Geschichten oder Romane mit der tausendsten Variante einer Beziehungskiste.





Man muss sehr viel erlebt haben ...














Ich erinnere mich noch an das vorherige Japadu. Es war schrecklich. Ein Hauen und Stechen zwischen den Autoren – nach dem Motto: kritisierst du mich, kritisiere ich dich. Und dann der Sternenkrieg! Wer weiß, wie viele Verwandte, Freunde und Bekannte aufgefordert wurden, ein positives Urteil abzugeben. Das war dann so: Großartig! Ich bin begeistert! Mach weiter so! Und es gab fünf Sterne.
Das war das ganze Urteil über einen Text. Was kann ein Autor damit anfangen?
Ich hoffe, das kommt nicht wieder. Warum schreiben wir denn? Eine Frage, die kein einziges Mal gestellt wurde. Natürlich auch aus Lust am Schreiben. Doch richten wir unser Geschriebenes an einen Leser, einen unbekannten Leser. Ihn zu fesseln, zufrieden zu stellen und nicht zu enttäuschen ist das Ziel. Wie sieht dieser Leser aus? Betrachten wir uns einfach selbst. Wenn wir ein Buch aufschlagen, dann aus Neugier. Wir wollen etwas Neues lesen! Neue Gedanken, neue Ansichten, neue Geschichten – und sie sollen geschrieben sein ohne zu viele Worte.
Und das ist es. Lieber ein Satz zu wenig als einer zu viel. Ein Theaterautor sagte einmal: Was gestrichen ist, kann nicht durchfallen.
Das Streichen – das ist vielleicht das Wichtigste am Schreiben.
Und jetzt wieder zu Japadu. Gegenwärtig ist es mir ein wenig zu still. Ich könnte mir denken, dass viele vom früheren Japadu frustriert sind. Auch ich wollte hier nicht wieder mitmachen. Aber dann dachte ich, ich würde ein Medium zur Veröffentlichung meiner Texte ablehnen, das so einfach wie großartig ist.
Unbekannte Leser könnten einen Blick auf meine Texte werfen. Wie sollte das je in meiner Schublade geschehen?
Und vielleicht schreibt mir ein Leser ein paar kritische Sätze. Ich würde sie trinken wie Wasser aus einer Quelle.
Denn reine Kritik brauchen wir, um besser zu werden. Diese Kritik hat nichts mit Hauen und Stechen zu tun. Wenn Autoren kritisieren, sollten sie nur als Leser kritisieren. Objektiv, nicht subjektiv. Geht das?
Wir haben eine zweite Chance, ein öffentliches Forum für Leser und Autoren zu entwickeln. Wir sollten sie nutzen.
Diele





Überarbeitung meines ersten Buches.






